SPÖ Niederösterreich

Suchan-Mayr zu eineinhalbjährigem Schulchaos: „Faßmann brachte uns das Virus ins Haus!“

24.09.2021

Schulchaos nimmt immer dramatischere Ausmaße an; kontagiöse Kontakte und freiwillige Absonderung liegen mit der Bescheidausfolgung oft Tage auseinander; erste Elternteile kündigen die Arbeit, weil sie die Betreuungssituation ihrer Kinder nicht lösen können
Anlässlich einer Pressekonferenz machte St. Valentins Bürgermeisterin, LAbg. Mag. Kerstin Suchan-Mayr, auf die unsägliche Situation im Bildungsbereich aufmerksam! Gemeinsam mit betroffenen Eltern trat Suchan-Mayr vor die Presse, um Auskunft über das Schulchaos zu geben und Erfahrungsberichte mitzuteilen:
„Diese Pressekonferenz ist eine Art Hilfeschrei im Namen vieler niederösterreichischer Familien! Niemand kann verstehen, dass die Bundesregierung – allen voran ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann – nichts aus den Fehlern des vergangenen Sommers gelernt hat! Niemand versteht beispielsweise, warum Kinder als K2-Kontaktpersonen untertags mit anderen in einer geschlossenen Klasse sitzen, aber am Nachmittag nicht die Wohnung oder das Haus verlassen dürfen! Und niemand versteht, dass der kontagiöse Kontakt und freiwillige Absonderung und die Ausstellung des Bescheids tagelang auseinanderliegen. Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem erste Elternteile ihre Arbeit kündigen müssen, um ihre Kinder betreuen zu können! Man weiß heute nicht mehr, was morgen gilt und ob ein Kind die Schule besuchen kann oder nicht. Das ist schlichtweg ein absoluter Wahnsinn und gefährdet ganze Existenzen!“

Suchan-Mayr fordert ein Ende der Lethargie der Bundesregierung und endlich ein Konzept, welches Kinder schützt und die Betreuungssituation klar und einfach regelt: „Bundesminister Faßmann bringt uns – den Familien – durch seine Untätigkeit das Virus ins Haus! Es kann nicht sein, dass 18 Monate Nichtstun ohne Konsequenzen bleiben! Es fehlen bundeseinheitliche Sicherheitskonzepte; es fehlen bundeseinheitliche, innovative Bildungskonzepte; es fehlt moderne Bildungsausrüstung, welche allen Kindern gleiche Chancen einräumt; und es fehlt eine Perspektive! Eine Perspektive, die den Eltern und deren Kindern Sicherheit vermittelt!


Forderung aller Eltern
 
Unser gemeinsames Ersuchen an die Entscheidungsträger wäre, sinnvolle, verhältnismäßige Maßnahmen mit Sinn zu setzen, eine kurze Dauer der Bescheiderstellung zu ermöglichen und dass die Kinder endlich wieder in den Mittelpunkt des Interesses rücken.
Kinder haben UNO-Kinderrechte, zuständig für die Umsetzung der Kinderrechte ist der österreichische Staat bzw. die Regierung und damit die Verwaltung, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung. Diese Rechte lauten unter anderem wie folgt:
·       Das Wohl des Kindes hat Vorrang. Wann immer Entscheidungen getroffen werden, die sich auf Kinder auswirken können, muss das Wohl das Kindes vorrangig berücksichtigt werden.
·       Kinder haben ein Recht auf Leben und Entwicklung.
·       Österreich verpflichtet sich dabei, in größtmöglichem Umfang, die Entwicklung der Kinder zu sichern.
·       Jedes Kind hat das Recht auf Ruhe, Freizeit, Spiel, altersgemäße, aktive Erholung und freie Teilhabe am kulturellen und künstlerischen Leben.
 
Aussagen der Kinder:
 
Matthias, 7 Jahre:
Mich hat das plötzliche daheim sein und nicht mehr in die Schule gehen zu können sehr beschäftigt.
Luis, 7 Jahre:
Ich habe nicht verstanden, warum ich mit meinen Freunden in der Klasse, aber nicht nach der Schule zusammen sein darf.
Paul, 8 Jahre:
Es ist so schnell gegangen mit dieser Quarantäne.
Jonas, 7 Jahre:
Das Schlimmste war, dass ich nur zu Hause sitzen habe dürfen.

Faktbox

Schulchaos nimmt immer dramatischere Ausmaße an; kontagiöse Kontakte und freiwillige Absonderung liegen mit der Bescheidausfolgung oft Tage auseinander; erste Elternteile kündigen die Arbeit, weil sie die Betreuungssituation ihrer Kinder nicht lösen können

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